Header Image

Stummfilmabend mit Live-Musik "Die Nibelungen"

Samstag, 31 Oktober 2026 um 20:00

Alte Kapelle, Kapellenstr., Haßbergen, 31626

Vorverkauf € 12 / Abendkasse € 15

Jetzt Tickets buchen (externe Seite)

Film

Inzwischen ist der jährliche Stummfilmabend mit Live-Musik rund um Halloween bereits zur Tradition in der Alten Kapelle geworden. Nach den großen Erfolgen mit „Nosferatu“, „Metropolis“, „Das Cabinet des Dr. Caligari“ und „Der Golem, wie er in die Welt kam“ folgt in diesem Jahr ein weiterer Klassiker des Stummfilms: „Die Nibelungen“ von Fritz Lang.

„Die Nibelungen“ ist ein deutsches Filmepos unter Regie von Fritz Lang aus dem Jahr 1924, bestehend aus den beiden Teilen „Siegfried“ „Kriemhilds Rache“. Das Drehbuch schrieb die damalige Ehefrau des Regisseurs, Thea von Harbou, unter freier Verwendung von Motiven des mittelhochdeutschen Nibelungenliedes. Der viragierte Stummfilm wurde am 14. Februar (Teil 1) und am 26. April 1924 (Teil 2) im Ufa-Palast am Zoo in Berlin uraufgeführt und wurde zu einem Meilenstein der Filmgeschichte.

Der schöne Jüngling Siegfried hat bei Mime als gelehriger Schüler die hohe Kunst des Waffenschmiedens erlernt. Als er erfährt, dass König Gunther und dessen Schwester Kriemhild in Worms Hof halten, will er sich auf den Weg dorthin machen. Doch sein Lehrmeister Mime ist eifersüchtig auf seinen Meisterschüler, deshalb weist er ihm einen gefährlichen Weg nach Worms, der ihn durch einen Zauberwald führt. In diesem Wald trifft Siegfried auf einen Drachen, mit dem er einen lebensgefährlichen Kampf wagen muss. Siegfried besiegt das Monster und badet in dessen Blut, wodurch er unverwundbar wird – mit Ausnahme einer Stelle an seiner Schulter, die während des Badens von einem Lindenblatt verdeckt war. Nachdem Siegfried den Nibelungenschatz gewonnen hat, zieht er mit reichem Gefolge in Worms ein, sein Ziel ist es, die schöne Kriemhild zu gewinnen. Auch Gunther will freien: Brunhild, Königin von Isenland, die er jedoch zuvor im Zweikampf besiegen muss. Durch eine Tarnkappe geschützt, gelingt es Siegfried, unbemerkt König Gunther im Kampf beizustehen. Zurück in Worms soll eine Doppelhochzeit gefeiert werden: König Gunther soll mit Brunhild, Siegfried mit Kriemhild vermählt werden. Als Kriemhild, die um Siegfrieds heimliche Hilfe im Kampf weiß, vor der Kirche in einen Streit mit Brunhild gerät, verrät sie ihr das Geheimnis. Daraufhin verlangt Brunhild, dass Gunther Siegfried töten soll. Wenig später wird Siegfried während eines Jagdausfluges von Gunthers getreuem Kämpfer Hagen von Tronje, dem Kriemhild unabsichtlich die verletzliche Stelle verriet, umgebracht. Am Totenlager ihres Mannes schwört Kriemhild unerbittliche Rache, und Brunhild, deren Liebe Siegfried einst zurückwies, nimmt sich zu Füßen des Toten selbst das Leben.

Begleitet wird der Filmklassiker von den beiden Haßberger Musikern und aktiven Mitgliedern des Heimatvereins, Peter Prummer (Tuba, Gitarre, Elektronik) und Thomas Bierling (Klavier, Keyboards) in freier experimenteller Improvisation, die so die ursprüngliche Aufführungsform des Stummfilms in modernisierter Form wiederaufleben lassen.